Professionelle Familienforschung und Ahnenforschung als Forschungsservice für das Gebiet Südtirol: dies inkludiert vor 1923 Recherche in den Kirchenbüchern (Matriken-Register zu Geburt, Heirat und Tod), die Transkription, Erstellung von Stammbäumen, Stammtafeln, Vorfahrentafeln und -listen, Suche nach Familien-Wappen-Nutzern in Familiennamens-Stamm, Einsicht- und Rekonstruktion aus den Verfachbüchern (Register für Besitz und Erbschaften in den Gerichten/Gemeinden).
Für jene die die Forschung nicht selbst vornehmen können, gibt es leider nicht sehr viele Möglichkeiten, da die erreichbaren Anbieter für Recherche-Service oft schon an umfangreichen Familien-Forschungsprojekten arbeiten und somit wenn überhaupt nur für überschaubare Arbeiten Zeit haben.
Bei jeder Anfrage ist es wichtig sich über die eigenen Wünsche und Ziele klar zu werden und diese zu formulieren und gleichzeitig den Stand der Kenntnisse und Unterlagen deutlich zu machen. Untenstehend ein Leitfaden für Anfragen bei Forschern / Experten (siehe Liste).
- Ziel der Anfrage (Was soll erreicht werden?):
- Erweiterung der bekannten Vorfahren (Spitzenahnenforschung, Vorfahrenbaum, Vorfahrenliste).
- Forschung zum Familiennamen: paternale Linie und dessen Herkunft (Stammlinienforschung, Stammbaum, Stammliste).
Spezialgebiet Wappen/Siegel-Verwendung.
Spezialgebiet Y-DNA Forschung antike Herkunft Y-Vorfahren. - Forschung zur (entfernten) Verwandtschaft und deren Situation: Rekonstruktion ganzer Familien und derer Nachfahren, Berufe, Besitz, Wohnorte, Fotos, usw.
Spezialgebiet DNA Forschung Matches (DNA-Verwandte) und antike Herkunft der ererbten DNA. - Angaben zu Geografischem Fokus falls besonderes Interesse an gewissen Orten und Höfen.
- Transkription von alten Dokumenten (Erbschaften, Urkunden).
- Überwindung eines toten Punktes (unklare Herkunft, keine Angaben zu Eltern).
- Ziel Zeitlich: für einen Anlass wie Geburtstag/Geschenk?
- Ziel Ausarbeitung: Geht es primär um die private Nutzung (z. B. als Wandstammbaum oder für die Familiengeschichte) oder interessiert eine eher formale Publikation von breiterem Nutzen an?
- Ausgangsdaten (Was ist gesichert?):
- Vollständige Daten der ältesten bekannten Vorfahren von denen aus geforscht werden soll, inklusive vollständige Namen und Lebensdaten zu Geburt (Datum, Ort/Pfarre, Eltern) und alternativ Hochzeit (Datum, Ort, Eltern) von vor 1923.
- Gibt es unveröffentlichte Familien-Unterlagen die nützlich sind bzw. aufgearbeitet werden sollen wie Briefe, Dokumente, Sterbebilder, Fotos, usw.
- Bisherige Forschung (Was wurde bereits getan oder ist bekannt?):
- Gibt es bereits gesammelte Daten als Stammbäume (Gedcom-Dateien, Online-Daten wie bei familysearch.org, geneanet.org, usw.)?
- Welche Archive (z.B. Kirchenarchive Südtirol, FamilySearch) wurden bereits erfolglos durchsucht?
Methodik der genealogischen Forschung in (Süd)Tirol – Stand der Forschung und Quellenlage
- Digitale Phase (ca. 1775 bis heute): Forschungen bis zur Zeit der napoleonischen Kriege sind heute dank digitalisierter Matriken (Pfarrbücher) bei entsprechender Kenntnis der Kurrentschrift und der Lokalgeografie relativ effizient durchführbar.
- Archivphase (vor 1775/1800): Hier wird es meist komplexer. Wenn die Pfarrbücher keine Angaben zu Eltern oder Herkunft mehr machen, müssen die sogenannten Verfachbücher (Veranlagungen, Kauf- und Erbverträge) im Südtiroler Landesarchiv in Bozen herangezogen werden. Diese Recherche im Original ist zeitaufwändig, aber oft der einzige Weg, um die Linie zweifelsfrei bis in das 16. oder 15. Jahrhundert zurückzuverfolgen.
